Gastro-Woche Schweiz: Die Branche rüstet gegen den Personalmangel
Neues Ausbildungsprogramm HotelGastro365, rund 150 frische Berufsleute allein im Aargau und mehrere Digital-Starts – die Schweizer Gastro-Woche im Überblick.

Eine Woche, zwei grosse Linien: Die Schweizer Gastronomie kämpft weiter um Personal – und digitalisiert sich Schritt für Schritt. Wir fassen zusammen, was Anfang Juli für Gastrobetriebe wichtig war.
Vier Verbände, ein Einstieg: HotelGastro365
Die grösste Branchenmeldung der Woche kommt von den Verbänden. GastroSuisse, HotellerieSuisse, die Hotel & Gastro Union und Hotel & Gastro Formation bündeln ihre Kräfte im neuen Programm HotelGastro365. Das Ziel: erwachsenen Migrantinnen und Migranten, Quereinsteigern und Arbeitssuchenden einen einfacheren Einstieg in die Grundausbildung ermöglichen. Bisher existiert ein Flickenteppich aus kantonalen Angeboten, Qualifikationen und Finanzierungen – genau den soll das Programm vereinheitlichen.
Gestartet wird mit Pilotprojekten in Basel-Stadt und Luzern. Als Umsetzungspartner konnte der Verein Sonnenberg in Kriens gewonnen werden, dessen Integrationskurs «HotelGastro Go!» am 17. August in Basel und am 8. September in Luzern beginnt. Bewähren sich die Pilotprojekte, folgt ein nationaler Roll-out. Für eine Branche mit tausenden offenen Stellen ist das ein handfester Schritt.
Der Nachwuchs steht bereit
Parallel feiert die Branche frische Fachkräfte. In Aarau schlossen rund 150 junge Berufsleute aus Gastronomie und Hotellerie ihre Ausbildung ab. An der SHL Schweizerischen Hotelfachschule Luzern erhielten 61 Absolventinnen und Absolventen nach sechs Semestern ihren Diplom-Titel. Und ein Einzelschicksal zeigt, was Ausbildung bewirken kann: Mohammad, vor acht Jahren aus Afghanistan geflüchtet, holte ohne schulische Vorbildung Lesen und Schreiben nach – und bestand die Lehrabschlussprüfung als Küchenangestellter EBA.
Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf
Auch technologisch bewegt sich einiges. In Davos Klosters ging nach vier Jahren Entwicklung eine erneuerte digitale Infrastruktur live – mit neuer App, digitaler Gästekarte und einheitlichem Login. Im Engadin startete mit Campnow eine Plattform, die freie Stellplätze auf zunächst zehn Campingplätzen in Echtzeit anzeigt; der TCS ist Pilotpartner. Und das Schweizer Radio SRF widmete sich der Frage, wie KI die Reise- und Hotelbuchung verändert – mit Einschätzungen von Priceline-Mitgründer Jeff Hoffman und HotellerieSuisse.
Die Richtung ist überall dieselbe: Wer Prozesse digitalisiert, gewinnt Zeit fürs Wesentliche – den Gast.
Kurz notiert
- Die Gemeinde Köniz kauft das Hotel-Restaurant Sternen für 2,7 Millionen Franken, um sich mehr Spielraum für die Ortsentwicklung zu sichern.
- Die Schweizer Bergbahnen starteten stark in den Sommer: Im Mai und Juni lagen die Ersteintritte fünf Prozent über dem Vorjahr – mit deutlichen regionalen Unterschieden.
- Die Stoos Lodge ist für den mit 40'000 Franken dotierten Prix Montagne 2026 nominiert; die Publikumsabstimmung läuft bis zum 16. August.
Was heisst das für dich?
Zwei Kräfte prägen das Gastro-Jahr 2026: der Kampf um Personal und die Digitalisierung. Beide hängen zusammen. Wer mit schlankeren Abläufen mehr Gäste bei weniger Aufwand bedient, entschärft den Personaldruck spürbar. Genau hier setzt Yoordi an: Kasse, Self-Order, Kiosk und Bezahlung aus einer Hand – damit dein Team sich auf den Service konzentrieren kann.
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Quellen
- GastroJournal: HotelGastro365 – mehr Fachkräfte durch einfacheren Einstieg (03.07.2026)
- htr.ch – hotelrevue: Branchenmeldungen Anfang Juli 2026 (Nachwuchs, Davos Klosters, Campnow, KI-Buchung, Köniz, Bergbahnen, Prix Montagne)
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Angaben basieren auf den oben verlinkten Quellen (Stand: 9. Juli 2026).


